Going Concern: Anton Schmidl als Referent bei AFRAC
28.11.2017

Foto: Josef Polleross/ASAblanca.com 

 

Am 21.11. referierte Anton Schmidl gemeinsam mit Alfred Brogyányi zum Thema „Unternehmensfortführung gemäß § 201 Abs. 2 Z 2 UGB“. 

Den Bericht, die Bilder und die Unterlagen finden Sie auf der AFRAC-Seite.

Hier finden Sie die detaillierten Informationen zu Going Concern.

Kernaussagen

  • Das UGB normiert die gesetzliche Fortführungsannahme, die der Bilanzierung zugrunde zu legen ist. Für diese Fortführungsannahme sind keine besonderen Nachweise notwendig, wenn ein grundsätzlicher Fortführungswille besteht und eine nachhaltige Gewinnsituation, leicht Zugriff auf finanzielle Mittel und ein positives Eigenkapital vorliegen.

  • Die Geltung der Fortführungsannahme wird mit einer Fortführungsprognose beurteilt. Die Fortführungsprognose ist die Beurteilung der Unternehmensplanung aus dem Gesichtspunkt der Unternehmensfortführung. Davon zu unterscheiden ist die Fortbestehensprognose, die die Beurteilung derselben Unternehmensplanung aus dem Gesichtspunkt des Insolvenzrechtes ist. 

  • Der Prognosezeitraum des UGB umfasst prinzipiell 12 Monate ab dem Abschlussstichtag. Bei negativen Entwicklungen, wie zum Beispiel negativen Plan-Ist-Abweichungen ist die Unternehmensplanung auf 12 Monate seit dem Abschlusserstellungsstichtag bzw. auf das laufende und das Folgejahr auszuweiten.

  • Von der Fortführungsannahme ist erst zu einem sehr späten Zeitpunkt abzugehen. Dies ist dann der Fall, wenn hinreichend sichere (das sind substanzielle und in hohem Maße wahrscheinliche) Gründe gegen die Fortführungsannahme vorliegen. Davon zu unterscheiden ist das Nichtvorliegen einer insolvenzrechtlichen Überschuldung und damit eine positive Fortbestehensprognose, die ein wesentlich höheres Maß an Sicherheit verlangt, nämlich eine überwiegende Wahrscheinlichkeit.

  • Beim Abgehen von der Fortführungsannahme ist nicht automatisch auf Liquidationswerte
    überzugehen. Das Abgehen von der Fortführungsannahme vor Liquidation erfordert eine abweichende Bilanzierung mit z. B. kürzeren Nutzungsdauern und der Bewertung des auf Einstellung ausgerichteten Geschäftsbetriebes

 

 

Info Going Concern/Unternehmensfortführung

Anton Schmidl ist Leiter der Sub-Arbeitsgruppe "Unternehmensfortführung - Going Concern" des Fachsenates für Unternehmensrecht der Kammer der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer - hier finden Sie weitere Informationen zu Going Concern/Unternehmensfortführung.